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24 Stunden am Tag - 365 Tage im Jahr

Der Rhein ist mit über 850 Kilometer Länge die längste und größte Binnenschifffahrtsstraße Deutschlands. Außer der Nutzung als Transportweg für Güter wie Kohle, Stahl, Sand oder Erzen ist der Rhein auch ein beliebtes Ausflugsziel für Spaziergänger und Sportler. Der Dormagener Rheinabschnitt vom Stromkilometer 711,5 bis hin zu Kilometer 727 bietet gerade für Ausflügler eine vielzahl von Möglichkeiten. Neben den Rheinauen und der mittelalterlichen Stadt Zons gibt es auch eine große Anzahl von Industrieanlagen die betrieben werden. Hinzu kommen die vielen großen und kleinen Seen im Dormagener Stadtgebiet. Aufgrund der Vielzahl von Gewässern und dem stark genutzten Rheinabschnitt kommt es immer wieder zu Wasserrettungseinsätzen.

Für solche Einsätzen stehen die Wasserretter 24 Stunden am Tag und 7 Tage die Woche bereit um bei Notfällen zu helfen. Hierfür stehen Fahrzeuge, Boote und Material in unserer Unterkunft in Dormagen-Stürzelberg bereit um im Einsatzfall schnellst möglich eingesetzt werden zu können.

 

In Dormgen arbeitet die DLRG Hand in Hand mit der Feuerwehr der Stadt Dormagen zusammen, denn zusammen mit den Kameraden der Feurwehr werden die meisten Einsätze im Stadtgebiet Dormagen abgewickelt. Aber auch bei Einsätzen im Rhein-Kreis Neuss ist die DLRG Dormagen aktiv. Der Führungsdienst der DLRG im Rhein-Kreis Neuss durch die Führungskräfte aus Dormagen gestellt und unterstützen somit die anderen DLRG Einheiten bei Alarmierungen im kompletten Kreisgebiet und bei überörtlichen Einsätzen.

Einsatztagebuch der DLRG Dormagen

Einsatz Hochwassereinsatz (Mi 14.07.2021)
E-2021-33: Katastrophenschutzeinsatz

Einsatzart:
Hochwassereinsatz
Einsatztyp:
KatS-Einsatz
Einsatztag:
14.07.2021 - 19.07.2021
Alarmierung:
Alarmierung per Koordinierungsstelle/Lagezentrum
am 14.07.2021 um 20:30 Uhr
Einsatzende:
19.07.2021
Einsatzregion:
Land NRW
Einsatzort:
Schleiden, Gemünd, Erftstadt
Einsatzauftrag:

Die Leitung Einsatz der DLRG Dormagen ließ durch die Helfer umgehend die für den KatS gemeldeten Trupps besetzten. Dabei handelt es sich um einen Zugtrupp, einen Bootstrupp sowie einen Logistik / Technik-Trupp. Auftrag für die Teileinheiten war das verlegen nach Euskirchen. Von dort aus wurde der Wasserrettungszug nach Schleiden geschickt um dort Lageerkundungen und Evakuierungen vorzunehmen.

Am Freitag Nacht wurde der Wasserrettungszug dann nach Erftstadt geschickt um dort der örtlichen Technische Einsatzleitung zur Verfügung zu stehen.

Einsatzgrund:

Aufgrund der starken Niederschläge durch das Tief "Bernd" kam es in NRW und teilen von Rheinland-Pfalz zu massiven Überflutungen und Hochwassern die eine unvorstellbare Zerstörung in einigen Bereichen mitbrachten. Da die örtlichen Kräfte diese Lage nicht mehr abarbeiten konnten wurden weitere Einsatzkräfte über die Regierungsbezirke und das Land NRW alarmiert um in den betroffenen Gebieten zu unterstützen.

Die Koordinierungsstelle der DLRG Nordrhein alarmierte an 14.07.2021 alle verfügbaren Einheiten der DLRG Wasserrettungszüge aus dem Bereich Nordrhein. Dazu zählen auch die Einheiten der DLRG Dormagen.

Eingesetzte Kräfte
2/3/12/17
  • 2 Zugführer
  • 2 Gruppenführer
  • 1 Truppführer
  • 9 Helfer KatS
  • 3 Strömungsretter

Kurzbericht:

Nachdem der Alarm bei den Helfern der DLRG Dormagen eingegangen ist, konnte auch schnell die Personalplanung durch den Führungsdienst abgeschlossen werden, da in kürzester Zeit genügend Meldungen vorlagen. Die Einheiten aus Dormagen rückten Richtung Euskirchen ab und sammelten sich mit weiteren Einheiten aus Kaarst, Krefeld und Remscheid an Rasthof Ville. Von dort aus setzte sich der 2. Wasserrettungszug Nordrhein in Bewegung zur Kreisverwaltung Euskirchen. Durch den örtlichen Kreisbrandmeister, erhielt der Wasserrettungszug den Auftrag sich nach Schleiden zu begeben um dort sich bei der örtlichen Einsatzleitung zu melden. Auf der Anfahrt nach Schleiden gab es für den WRZ einige Probleme. Straßen waren gesperrt, überflutet oder auch Geröll lag auf den Straßen. Nach einer Absprache mit der Feuerwehr Schleiden, wurde der Zug durch einen ortskundigen Lotsen zum Rathaus Schleiden gebracht. Vor Ort erhielt die Zugführung eine kurze Lageeinweisung und den Einsatzauftrag für zwei Teilbereiche. Einmal im Ortsteil Oberhausen und einmal in Schleiden selbst. Aus diesem Grund wurde der Zug aufgeteilt damit aus Norden und aus Süden gleichzeitig mit der Arbeit begonnen werden konnte. Aufgabe war die Lageerkundung sowie auch die Evakierung von betroffenen Straßen. Hier kamen die mitgeführten Hochwasserboote sowie unser Gerätewagen (Unimog) zum Einsatz. Die Strömungsretter aus dem Zug gingen die Häuser ab und nahmen Kontkt mit den Anwohner auf. Die Menschen die evakuiert werden wollten, wurden auch umgehend aus ihren Häusern geholt und zu einem Sammelpunkt gebracht. Aufgrund des Eigenschutzes, wurden die Häuser nicht betreten, da man teilweise von einer hohen Instabilität auszugehen war.

Nachdem die aufgegebenen Abschnitte abgesucht worden sind, wurden die Teilzüge an anderen Stellen eingesetzt um dort mit der Evakierung weiter zu machen. Neben einem Wohnheim für ältere Menschen, wurden auch Wohnungen und Häuser evakuiert die durch ältere und kranke Menschen bewohnt wurden. Hier wurde sehr eng mit der örtlichen Feuerwehr sowie mit dem Rettungsdienst zusammengearbeitet. Drei dieser Patienten waren aufgrund des Körpergewichtes von 150 KG bzw. 250 KG nur schwierig zu evakieren. Aber in Zusammenarbeit mit der Feuerwehr, dem städtischen Bauhof sowie durch den Einsatz unseres Unimogs, konnten auch diese Menschen aus dem immer noch überfluteten Gebiet evakiert werden. Da die Personen teilweise auch vital bedroht waren, war hier ein schnelles Eingreifen der DLRG Helfer nötig. An dieser Stelle wurde der WRZ durch neue Einheiten der DLRG Westfalen abgelöst. Der 2. Wasserrettungszug konnte somit den Weg Richtung Neuss antreten. Dort wartete die Feuerwehr sowie das PSU Team der DLRG Nordrhein und die ökumenische Notfallseelsorge auf die Einsatzkräfte. Aufgrund der Erlebnisse mit extermer Zerstörung und auch Todesopfern, wurde das PSU Team bereits aus dem Einsatzgebiet angefordert. Nach einer Besprechung und einem Imbiss ging es für die Einstzkräfte in eine kurze Ruhephase. Um 1 Uhr Nachts (Freitag) rückte der Zug dann in Richtung Erftstadt ab und löste dort einen Zug der DLRG Westfalen ab, die dort bei der Evakuierung eines Krankenhauses mitgeholfen haben. Diese Evakuierung war bereits abgeschlosen, sodass unsere Einheiten in Bereitstellung gegangen sind um bei Akuteinsätzen zum Einsaz zu kommen. Dies war nicht der Fall, sodass die Mannschaft diese Zeit als Ruhephase nutzen konnte. Am Nachmittag wurden der Zug dann wieder abgelöst und konnte Richtung Heimat fahren, wo der Zug dann aufgelöst wurde.

Am Samstag sind dann zwei Führungskräfte der DLRG Dormagen in die Koordinierungsstelle der DLRG Nordrhein gegangen um dort die Nachtschicht zu übernehmen. Dieser Dienst war am Sonntag um 8 Uhr beendet. Die Alarmbereitschaft für alle Helfer wurde am 19.07.2021 beendet.

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